© Kerstin Pukall

Der Weltfrauentag braucht eine neue Agenda

Ich gestehe, noch vor zwei Jahren hatte ich mich anlässlich des Weltfrauentages zu einer Kolumne hinreißen lassen, mit dem Tenor, dass wir diesen Tag nicht mehr brauchen. Weil er nervt und wir doch alles erreicht haben und weil es nicht mehr darum gehen kann, dass Frau sich weiterhin in der Opferrolle suhlt, obwohl sie doch in vielen Bereichen wirklich auf der Sonnenseite steht. Ich wollte nicht dazugehören, zu den spaßfreien Doppelnamen-Damen mit praktischem Kurzhaarschnitt und dem Gesicht zur Faust geballt, die immer noch in den 60ern denken, obwohl ich damals noch nicht einmal geboren war.

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© Kerstin Pukall

Warum Gender Mainstreaming der Durchschnittsfrau nichts nutzt

„Sind sie etwa gegen die Gleichberechtigung der Frau? Wollen Sie die Frauen an den Herd zurückschicken oder gleich ganz ins Mittelalter?“ – das sind nur zwei der häufigsten Reaktionen, wenn jemand wagt, die neue Staatsreligion Gender zu kritisieren. Denn merke: Wer Gender kritisiert, muss doch irgendwie frauenfeindlich sein. Antifeministin, Verräterin an der Emanzipation der Frau, sie tritt die Errungenschaften der feministischen Bewegung mit den Füßen! Mindestens scheint es reaktionär, wenn nicht gar fundamentalistisch, sich nicht spontan an der Gender-Welle zu erfreuen, die neuerdings durch ganz Europa schwappt. Eines der hartnäckigsten Gerüchte rund um Gender Mainstreaming besteht nach wie vor darin, dass es sich doch um nichts anderes handele, als um den englischen Begriff für Gleichstellungspolitik. Und da kann doch niemand ernsthaft dagegen sein – siehe Mittelalter.

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