ANONYM – Erfahrungen und Gedanken zur Bildung. Aus dem beruflichen Alltag einer Volksschullehrerin im 16. Wiener Gemeindebezirk

In unserer Gesellschaft hat sich ein sehr unvollständiges Bild der Lehrerarbeit breit gemacht, außer bei jenen, die regelmäßig mit LehrerInnen in Kontakt sind. Es muss unterschieden werden, in welcher Schulstufe und Schulart unterrichtet wird. Weiters gibt es Unterschiede in Stadt und Land. Schüleranzahl, soziale Schicht, Bildung der Eltern, Herkunft und die Muttersprache der SchülerInnen beeinflussen erheblich den Alltag der Kinder und PädagogInnen. All diese Faktoren können eine große Belastung im Lehrerberuf darstellen. Noch dazu kommt, dass sich in vielen Köpfen immer noch das Bild, der nur bis Mittag arbeitenden LehrerInnen, eingebrannt hat, die nach 22 Stunden in der Woche, mit ihrer Arbeit fertig sind und die Hälfte des Jahres Ferien haben. Einzig im Herbst, zu Schulbeginn, wird man plötzlich nicht mehr belächelt. Da will niemand mehr mit den PädagogInnen tauschen. Der Respekt gegenüber dieser bedeutenden Arbeit für die Zukunft des Landes ist sehr gering, auch das unterdrückt die Freude am Beruf.

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Südafrika – das nächste Hungerland?

  Das Parlament Südafrikas hat sich kürzlich mit großer Mehrheit für Enteignungen weißer Farmer ausgesprochen. Der von den  „Economic Freedom Fighters“ (EFF) eingebrachte Antrag sieht vor, die südafrikanische Verfassung zu ändern, um Farmer ohne Ausgleichszahlungen enteignen zu dürfen.  „Jetzt ist die Zeit für Gerechtigkeit gekommen“, sagte der EFF-Vorsitzende Julius Malema in der Debatte, „die Zeit… vollständig lesen

Der deutsche Diesel-Masochismus

Ist den Deutschen noch zu helfen? Und uns mit ihnen? Es scheint sie ein Teufel zu reiten, sich selbst zu schädigen. Bei den Koalitionsverhandlungen hat sich die CDU von Martin Schulz, der unterdessen sang- und klanglos von der politischen Bühne verschwunden ist, in eine europäische Haftungs-, Schulden- und Sozialunion hineinziehen lassen. Den bevorstehenden Bruch der seit dem Maastricht-Vertrag geltenden Stabilitätsregeln geben sie als «europäisches Zukunftsprojekt» aus. Eine „substantielle Finanztransaktionssteuer“ komplettiert den ökonomischen Unsinn. Schon vorweg hat Berlin versprochen, für den siebenjährigen Finanzrahmen der EU ab 2021 um 6 Milliarden pro Jahr mehr zu zahlen als bisher.

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Schimpfwort Konzern

Durch Zufall bin ich in der Zeitung auf eine kleine Meldung gestoßen: Die Anton Paar GmbH in Graz-Straßgang „kauft in den USA zu“. Die steirische Firma, Spezialist für Messtechnik, hat die Quantachrome in Boynton, Florida gekauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Meldung endet mit den beiden Sätzen: „Die Anton Paar-Gruppe ist mit 29 Vertriebstöchtern und sieben produzierenden Betrieben in 110 Ländern operativ tätig. In Summe beschäftigt der Konzern rund 2900 Mitarbeiter.“

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Was Schäuble wohl Kurz geraten haben mag…?

Nicht Migration und Balkanroute; nicht die FPÖ; ja nicht einmal der Brexit waren die wichtigen Themen beim Gespräch zwischen Sebastian Kurz und Angela Merkel am 17. Jänner in Berlin, das die beiden, wie uns betulich berichtet wurde, in Merkels Büro begannen und dann bei einem Mittagessen im achten Stock des Kanzleramts fortsetzten. Das eigentliche Thema war die Zukunft Europas nach dem Brexit.

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