Auch mal wie Männer denken!

Vor ein paar Jahren saß ich auf einem Podium zu Frauenpolitik zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten einer Berliner Universität, die zum Besten gab, der Grund, warum so wenige Frauen einen Beruf im Bereich der Mathematik oder Informatik wählen, liege darin, dass die Frauen es schon an der Uni in diesen Männerdomänen extrem schwierig hätten. Sie würden gemobbt und nicht ernst genommen und dadurch würden über 50 Prozent von ihnen schon nach wenigen Semestern durch die Herren „rausstudiert“. Ich fragte damals, woher sie denn die Gründe wisse, warum diese Frauen aufhören mit dem Studium. Sie sagte, das sei ihre „Wahrnehmung“, Statistiken hatte sie nicht, sondern nur vereinzelt mit Studentinnen geredet. Ich fragte dann, ob sie denn wisse, wieviel männliche Studenten im gleichen Zeitraum aufgeben, und ob die dann auch durch die Frauen „rausstudiert“ wären oder ebenfalls durch andere Männer. Das wiederum wusste sie nicht. Sie sei nur für die Frauen zuständig, und Zahlen hatte sie ja grundsätzlich nicht. Genaugenommen wusste sie nur eines ganz sicher: Es sind die bösen Männer, die die Frauen aus den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik) fernhalten.

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© Kerstin Pukall

The shining City

Ich weiß nicht, ob Sie es wussten: Aber wir dürfen gar nicht mitwählen morgen bei der Wahl zum nächsten Präsidenten der USA. Angesichts der überschwappenden Politik-Ressorts schien der Hinweis nicht ganz überflüssig. Wir werden geflutet mit Wahlempfehlungen, Wahlkampfanalysen und Psychogrammen über Donald Trump und Hillary Clinton.

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© Kerstin Pukall

Schachmatt mit bunten Tüchern

Ach wie wurde dieses Foto in der Presse gefeiert, als bei den Olympischen Spielen die beiden deutschen Beach-Volleyballerinnen Kira Walkenhorst und Laura Ludwig in gewohnt knapper Kleidung gegen das Team aus Ägypten spielten und ihre Gegnerinnen am Netz komplett eingekleidet erschienen. Islam meets sports oder so ähnlich. Das Bild am Netz hat Potential, das Bild des Jahres zu werden. Vielen dürfte es in Erinnerung geblieben sein, wie der Bikini-Westen am Netz auf den Verschleierungs-Islam prallte. Besser hätte man die Diskrepanz der weltweiten Frauenrechte bildlich nicht darstellen können.

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© Kerstin Pukall

Das perfekte Kind

Heute ist Weltkindertag, ein gern genutzter Vorwand, um sich für die Rechte von Kinder einzusetzen. Was tun wir nicht alles für Kinder, oder? Aber tun wir es für sie, oder tun wir es für uns? Gerade ist in allen Zeitungen eine neue Studie zu lesen, dass die viel beworbene Ganztagsbetreuung an Schulen super gut ankommt. Bei den Eltern, nicht bei den Kindern. Dabei könnte es so einfach sein, wenn wir ihnen vielleicht das geben, was sie zunehmend nicht mehr besitzen: Eine Kindheit. Einfach nur spielen war gestern. Kind sein ist heute ein Fulltime-Job – was nicht passt, wird passend gemacht.

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© Kerstin Pukall

Warum ich immer noch CDU-Mitglied bin

Früher hatten Politiker noch den Anstand, abzutreten, wenn sie offensichtlich verloren hatten, heute erklären Sie uns, was wir fühlen, warum wir frustriert sind, wie unser (niedriger) Bildungsstand sei, und warum das alles nicht etwa die falsche Politik ist, sondern wir einfach nur die falschen Ängste, die falschen Forderungen und die falschen Ansichten haben. Aber man wird uns das noch erklären, den „Menschen im Land“, weil „Wir“ das auch weiterhin schaffen.

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