Die Bundespräsidentenwahl dieses Jahres steckt voller Ironien: Von den sechs Kandidaten, die zur Wahl standen, gab man zunächst fünf etwa die gleichen Chancen. Zwei unter ihnen wollten aber ohnehin nicht gewählt werden: Rudolf Hundsdorfer musste einfach seiner Partei einen Dienst erweisen, man merkte es ihm deutlich an, dass er keine persönliche Lust daran hatte. Auch Norbert Hofer trat nur aus Parteikalkül an, weil die FPÖ im Konzert der Großen mitspielen wollte. Damit, gewählt zu werden, rechnete er nicht. Ein Bundespräsident der eigenen Partei passt nicht ins Konzept der FPÖ und Heinz-Christian Straches.
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Einwanderung löst das Demographie-Problem nicht
Bei einer Tagung über Migration kürzlich in Wien hat der bekannte Pastoraltheologe Paul Zulehner gemeint, die Furcht „die würden uns niedergebären“ sei aufgrund der soziologischen Daten unbegründet. Mit “die“ sind die Muslime gemeint, näherhin also die muslimischen Frauen, die eine bedeutend höhere Geburtenrate haben als die Frauen der angestammten Bevölkerung.
völlständig lesenWelche Spaltung?
Das Wort Spaltung sollte es zum Unwort dieses Jahres bringen, wenngleich es manche geradezu für das Schlüsselwort der Welterklärung in dieser Zeit zu halten scheinen.
völlständig lesenWhere is the beef?
Am letzten Freitag, dem Abend der „Langen Nacht der Kirchen“ traf ich vor dem Stephansdom, wo ich gerade mit meinen Enkelkindern ein Gospel-Konzert gehört hatte, Werner Faymann und Josef Ostermayer. Sie schienen so unzertrennlich wie man sie jahrelang als Bundeskanzler und Kanzleramtsminister erlebt hatte und wirkten sehr unbeschwert. Wir begrüßten einander freundschaftlich und wechselten einige Worte ganz ohne jene Animosität, die im Umgang zwischen Politikern und Journalisten oft herrscht.
völlständig lesenDas neue Europa
In einer geschlossenen Vorstellung, veranstaltet von der amerikanischen OSZE-Delegation, ist kürzlich in Wien ein Film aufgeführt worden, in dem einem oft der Atem stockte in Szenen von brutaler Gewalt, bewegender Solidarität und stillem Heldentum. Der israelische Kameramann, der den Film gedreht hat, sagte bei der Aufführung in Wien, dass er erst nach den Dreharbeiten realisiert habe, wie oft er während der Arbeit in Lebensgefahr gewesen ist.
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