Schimpfwort Konzern

Durch Zufall bin ich in der Zeitung auf eine kleine Meldung gestoßen: Die Anton Paar GmbH in Graz-Straßgang „kauft in den USA zu“. Die steirische Firma, Spezialist für Messtechnik, hat die Quantachrome in Boynton, Florida gekauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Meldung endet mit den beiden Sätzen: „Die Anton Paar-Gruppe ist mit 29 Vertriebstöchtern und sieben produzierenden Betrieben in 110 Ländern operativ tätig. In Summe beschäftigt der Konzern rund 2900 Mitarbeiter.“

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Was Schäuble wohl Kurz geraten haben mag…?

Nicht Migration und Balkanroute; nicht die FPÖ; ja nicht einmal der Brexit waren die wichtigen Themen beim Gespräch zwischen Sebastian Kurz und Angela Merkel am 17. Jänner in Berlin, das die beiden, wie uns betulich berichtet wurde, in Merkels Büro begannen und dann bei einem Mittagessen im achten Stock des Kanzleramts fortsetzten. Das eigentliche Thema war die Zukunft Europas nach dem Brexit.

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Wie das Geld der Reichen den Armen hilft

Das ist eine Buchbesprechung, also nicht etwas, das von einer solchen Kolumne erwartet wird. Aber sie passt sehr gut in diesen Blog, denn es geht um ein Wunder, das eigentlich keines ist: Die kapitalistische Marktwirtschaft und die Funktion des Geldes, zu Kapital zu werden und so allgemeinen Wohlstand zu schaffen wie kein anderes von Menschen je praktizierte Wirtschaftssystem. Das Buch, von dem die Rede ist, hat einen Titel, den der gegenwärtige Papst als Provokation empfinden dürfte:
„Für Gott und den Profit. Eine Ethik des Finanzwesens.“

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Jenseits des Wohlstands

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben am letzten Wochenende im schwedischen Göteborg die „Europäische Säule sozialer Rechte“ proklamiert. Sie verpflichteten sich damit auf ein Paket von 20 „Grundsätzen und Rechten“ für die Verankerung einer „ausgeprägten sozialen Dimension“ in der Zukunft der EU. Als solche sozialen Rechte werden unter anderem faire Löhne, Gesundheitsversorgung, lebenslanges Lernen, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die Gleichstellung der Geschlechter genannt.

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Der Weltuntergang findet in Deutschland statt – oder: Regieren gegen die eigenen Interessen

Die „German Angst“ ist in der englischsprachigen Welt ein fester Ausdruck. Auch in Frankreich gehört „Angst“ als etwas spezifisch Deutsches zum politisch-psychologischen Wortschatz. Nicht, dass es in den beiden Sprachen kein Wort für Angst gäbe (fear, anxiety bzw. peur), aber für die deutsche Angst fehlt beiden Sprachgemeinschaften der Begriff, sie können sie nur mit dem Original bezeichnen.

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