Als Unternehmer im Bereich der Unternehmensberatung gelingt es mir, in diesem an sich sehr stark umkämpften und eigentlich schrumpfenden Marktsegment erfreulicherweise immer noch, Mitarbeiter anzustellen und auch adäquat auszulasten und zu bezahlen.
Ich würde jedoch gerne mehr Gehalt netto an die Mitarbeiter auszahlen. Das geht aber leider nicht, da die Belastung durch den Staat in Österreich nach wie vor in schwindelerregenden Höhen liegt.
HIER EIN BEISPIEL
Ein Mitarbeiter erhält laut abgeschlossenem Dienstvertrag ein Bruttogehalt von 2.600,00 Euro. Der Mitarbeiter erhält netto einen Betrag von 1.719,77 Euro als Gehalt ausbezahlt.
An Abgaben habe ich folgende Beträge dafür monatlich zu leisten:
• 1.074,58 Euro gehen an die Wiener Gebietskrankenkasse. • 537,81 Euro bezahle ich an das Finanzamt für die Lohnsteuer, den Dienstgeberbeitrag und den Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag. • 78,00 Euro erhält die Stadt Wien für die Kommunalsteuer. • 8,00 Euro erhält ebenfalls die Stadt Wien für die Dienstgeberabgabe.
Das ergibt in Summe stattliche 1.698,39 Euro für Abgaben. Ich überweise also im Vergleich annähernd jenen Nettobetrag an verschiedene Institutionen (Finanzamt, Gebietskrankenkasse, Gemeinde), den ich auch dem Mitarbeiter netto ausbezahle (1.719,77 Euro). Bei einem Bruttogehalt von 2.600,00 Euro leiste ich also 3.418,16 Euro.
Das ist doch verrückt. Mit welchem Recht nehmen sich eigentlich der Staat und die Institutionen heraus, den Faktor Arbeit dermaßen hoch zu belasten?
DIE GESAMTBELASTUNG VON 3.418,16 EURO SIEHT NUR DER UNTERNEHMER
Dem Mitarbeiter gegenüber wird das Ganze auch noch geschickt versteckt und de facto verschleiert, da nicht alles auf dem Gehaltszettel ausgewiesen wird. Er sieht darauf nur seinen Bruttobezug von 2.600,00. Die Gesamtbelastung von 3.418,16 Euro sieht nur der Unternehmer.
Ich würde gerne mehr Gehalt netto an die Mitarbeiter ausbezahlen und weniger an den Staat überweisen.