Interview mit Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg von der Universität St. Gallen – Wagniskapital ist Voraussetzung für Innovationen

Das Interview erschien original in der gedruckten Wirtschaftswunder Ausgabe Winter 18/19 und wurde von Kathrin Nachbaur geführt.   Zu den wichtigsten Megatrends, die alle Ebenen der Gesellschaft umfassen und jeden betreffen, zählt Innovation. Was ist Innovation? Ganz einfach: Neues ersetzt Altes. Innovation kann sich in neuen Produkten niederschlagen, in neuen Verfahren oder Organisationen, die immer… vollständig lesen

© Sabine Klimpt

Die Wünsche der Unternehmer

Kathrin Nachbaur war im Niederösterreichischen Wolfpassing zu Gast und befragte einige der dort ansässigen Unternehmer zu ihren Wünschen an die Regierung für eine Verbesserung der Lage der kleinen und mittleren Unternehmen. Die KMU sind das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Sie haben mit vielen Auflagen, Regeln und Vorschriften zu kämpfen, diese Herren aus Niederösterreich zeigen trotzdem Optimismus, weil sie an ihr Geschäft und ihre Mitarbeiter glauben. Die meisten Unternehmer brauchen nichts vom Staat, sondern wollen einfach in Ruhe gelassen werden und ihre Arbeit machen – womit sie Arbeitsplätze sichern und schaffen.

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Market happens. Markets happen. Shit happens.

Marktwirtschaft und Demokratie gehören zusammen, wer hat das noch nicht in vielen Reden und Referaten gehört? Soll das eine politische Willensbekundung sein, schließe ich mich gern an. Dass aber die Einführung von Demokratie in bisher undemokratischen Gesellschaften zur Marktwirtschaft führt, wäre ein Irrglaube. Dass Marktwirtschaft automatisch Demokratie nach sich zöge, ebenfalls. Und dass beide zusammen oder allein die Herrschaft des Rechts, den Rechtsstaat zur Folge hätten, stimmt erst recht nicht.

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© Kerstin Pukall

Pragmatisch, mit Tendenz zur Resignation

Ich gestehe, ich bin nicht Brüssel. Ich war Charlie, und ich war Paris – Brüssel bin ich nicht mehr. Denn ich war auch schon nicht Ankara und auch nicht Istanbul. Stattdessen stelle ich erschrocken fest, dass der Prozess der Abstumpfung auch bei mir bereits eingesetzt hat und der Schock und die Empörung einem Pragmatismus gewichen sind. Das ist beunruhigend, denn ich bin sicher, ich bin mit dieser Gefühlslage nicht allein. Ein bisschen komme ich mir schäbig vor. Es ist wie es ist. Ich bereite mich eher darauf vor, demnächst Berlin oder Frankfurt zu sein. Pragmatisch und leicht resigniert.

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