© Kerstin Pukall

Das perfekte Kind

Heute ist Weltkindertag, ein gern genutzter Vorwand, um sich für die Rechte von Kinder einzusetzen. Was tun wir nicht alles für Kinder, oder? Aber tun wir es für sie, oder tun wir es für uns? Gerade ist in allen Zeitungen eine neue Studie zu lesen, dass die viel beworbene Ganztagsbetreuung an Schulen super gut ankommt. Bei den Eltern, nicht bei den Kindern. Dabei könnte es so einfach sein, wenn wir ihnen vielleicht das geben, was sie zunehmend nicht mehr besitzen: Eine Kindheit. Einfach nur spielen war gestern. Kind sein ist heute ein Fulltime-Job – was nicht passt, wird passend gemacht.

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Warum ich immer noch CDU-Mitglied bin

Früher hatten Politiker noch den Anstand, abzutreten, wenn sie offensichtlich verloren hatten, heute erklären Sie uns, was wir fühlen, warum wir frustriert sind, wie unser (niedriger) Bildungsstand sei, und warum das alles nicht etwa die falsche Politik ist, sondern wir einfach nur die falschen Ängste, die falschen Forderungen und die falschen Ansichten haben. Aber man wird uns das noch erklären, den „Menschen im Land“, weil „Wir“ das auch weiterhin schaffen.

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Beischlaf-Protokoll für Heiko Maas

Ich weiß nicht, ob es die neue Freundin ist, aber unser Justizminister hat anscheinend konsequent das Thema Sex für sich entdeckt. Mal will er uns Frauen und unsere sexuelle Würde schützen. Sie erinnern sich, wie er mit großem Enthusiasmus die Kampagne “Nein heißt nein“ unterstütze gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Was ja eine prima Sache ist, das Problem aber bis heute ja nicht die Gesetzeslage, sondern die Beweisbarkeit bleibt, wenn zwei Menschen unter vier Augen intim sind und man anschließend gerichtlich klären soll, ob Gewalt oder Nötigung im Spiel war.

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Pragmatisch, mit Tendenz zur Resignation

Ich gestehe, ich bin nicht Brüssel. Ich war Charlie, und ich war Paris – Brüssel bin ich nicht mehr. Denn ich war auch schon nicht Ankara und auch nicht Istanbul. Stattdessen stelle ich erschrocken fest, dass der Prozess der Abstumpfung auch bei mir bereits eingesetzt hat und der Schock und die Empörung einem Pragmatismus gewichen sind. Das ist beunruhigend, denn ich bin sicher, ich bin mit dieser Gefühlslage nicht allein. Ein bisschen komme ich mir schäbig vor. Es ist wie es ist. Ich bereite mich eher darauf vor, demnächst Berlin oder Frankfurt zu sein. Pragmatisch und leicht resigniert.

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