Vom Westbalkanklub zur Europa-Region

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Wäre ich österreichischer Politiker, würde ich mich dafür einsetzen, aus dem spontanen Zweckbündnis viel, viel mehr zu machen. Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Bulgarien, Albanien Kosovo, Montenegro und Bosnien bilden zusammen mit Österreich eine geographisch höchst spannende Kombination. Sie verbindet das Schwarze Meer mit der Adria. Das Vorzeigeprojekt Chinas, die Neue Seidenstraße, geht mitten durch die Staatenkette von Edirne an der Grenze der europäischen Türkei bis Wien und weiter nach Norden.

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Eine neue Renaissance

Vorhersagen sind nach dem bekannten Wort besonders schwer, wenn sie die Zukunft betreffen. Einer meiner Zeitgenossen hat mal die These formuliert, warum Prognosen in der Regel negativ sind. Trifft die vorhergesagte Katastrophe ein, sonnt sich Kassandra im Glanze, richtig geweissagt zu haben. Geht es der schlimmen Vorhersage entgegen gut aus, sind alle so froh, dass sich niemand um Kassandras Irrtum kümmert. Dem, der Positives prognostiziert, droht kein späterer Ruhm, sondern nur Hohn und Spott der Gegenwart. Diese Herausforderung lockt.

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Äthiopien: Hilfe zur Selbsthilfe

Gastkommentar von Sebastian Kurz, Bundesminister für Europa, Integration & Äußeres: Anfang Februar war ich gemeinsam mit einer kleinen Delegation für zwei Tage in Äthiopien. Äthiopien – das eines der ärmsten Länder der Welt ist, mit 99 Millionen Einwohnern – steht heute vor großen Herausforderungen. Dazu zählen extreme Dürre, schlechte Wasserversorgung, mangelnde Stromversorgung und Infrastruktur sowie Lebensmittelknappheit. Ein Zustand der dazu führt, dass 10 Millionen Menschen von einer Hungerkatastrophe direkt betroffen sind. Heuer könnte die Zahl aufgrund von Ernteausfällen, Schätzungen der äthiopischen Regierung zufolge, auf mindestens 18 bis 20 Millionen Menschen steigen, die auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind.

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Das schmutzige Geheimnis der Abschaffung des Fünfhunderters

Es war ein bemerkenswerter und aufschlussreicher Moment, als Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) im herbstlichen Wiener Wahlkampf vor laufender Kamera einer privaten Fernsehstation in die Tasche seines Sakkos griff, um etwas Geld herauszunehmen, aber irrtümlich plötzlich ein weißes, mit Banknoten – darunter auch in der Denomination 500 Euro – gefülltes Kuvert in der Hand hatte. Was man als sozialdemokratischer Spitzenpolitiker halt so bei sich hat. Eine anmutige Demonstration satten Wohlstandes. Und eine für das Milieu des Bürgermeisters überraschende Affinität zum Baren, die in dieser Form wohl bald nicht mehr möglich sein wird.

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