Und wer baut den Roboter?

Am vergangenen Samstag hat eine markante Persönlichkeit des österreichischen Journalismus Abschied von der Öffentlichkeit genommen. Hans Werner Scheidl, der unter dem Kürzel hws jahrelang sein „pizzicato“ schrieb, eine feinsinnige und witzige Glosse, die zu einer Art Markenzeichen für ihn wurde. Scheidl ist nicht nur eine elegante Erscheinung – worauf er Wert legt – sondern auch ein nobler Schreiber: Bestimmt und urteilsstark, aber nie grob oder gar verletzend. Ein politisch durchaus rechts von der Mitte angesiedelter „Bürgerlicher“.

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Ist es auch Unsinn, hat es doch Methode

Wirtschaftspolitik à la francaise als gefährliche Drohung für Europa. – Wie gebannt blickt ganz Europa in die Türkei, als ob dort das eigene Schicksal am Spiel stünde. Jeder Muckser des anatolischen Paschas wird für eine weltbewegende Tat gehalten, vor der man sich fürchten müsse oder über die eventuell erleichtert sein dürfe. Dabei entgeht der Aufmerksamkeit fast völlig, dass in Wirklichkeit über das Schicksal Europas nicht am Bosporus, sondern bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich am kommenden Sonntag und dann aller Voraussicht nach in einem zweiten Wahlgang am 7. Mai entschieden wird.

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