Österreich steht leider abseits

Österreich hält sich viel darauf zugute, soetwas wie eine konstruktive Aussenpolitik zu machen. Seit der Initiative zur Sperrung der Balkanroute gilt Sebastian Kurz als einer, der es sich zutraut, Politik in europäischem Maßstab zu betreiben, was noch kein österreichischer Aussenminister oder Bundeskanzler je für sich in Anspruch nehmen konnte. Auch bei Bruno Kreisky in den Siebziger Jahren war die Ambition größer als die reale Wirkung.

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Anna, das Geld hamma…

Es wäre nicht Angela Merkel, wenn sie nicht Sympathien dafür hätte, dass die deutschen Sozialdemokraten wieder einmal die schon ziemlich abgemagerte Sau des arbeitslosen Grundeinkommens durchs Dorf jagen. Sie berufen sich dabei auf das Koalitionsabkommen, das sie mit Merkel unterzeichnet haben, in dem ein „sozialer Arbeitsmarkt für Arbeitslose“ vereinbart wurde, die schwer zu vermitteln sind. Die Rede ist von bis zu 150. 000 „sozialversicherungspflichtigen bezuschussten Arbeitsverhältnissen“.

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Wie das Geld der Reichen den Armen hilft

Das ist eine Buchbesprechung, also nicht etwas, das von einer solchen Kolumne erwartet wird. Aber sie passt sehr gut in diesen Blog, denn es geht um ein Wunder, das eigentlich keines ist: Die kapitalistische Marktwirtschaft und die Funktion des Geldes, zu Kapital zu werden und so allgemeinen Wohlstand zu schaffen wie kein anderes von Menschen je praktizierte Wirtschaftssystem. Das Buch, von dem die Rede ist, hat einen Titel, den der gegenwärtige Papst als Provokation empfinden dürfte:
„Für Gott und den Profit. Eine Ethik des Finanzwesens.“

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Jenseits des Wohlstands

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben am letzten Wochenende im schwedischen Göteborg die „Europäische Säule sozialer Rechte“ proklamiert. Sie verpflichteten sich damit auf ein Paket von 20 „Grundsätzen und Rechten“ für die Verankerung einer „ausgeprägten sozialen Dimension“ in der Zukunft der EU. Als solche sozialen Rechte werden unter anderem faire Löhne, Gesundheitsversorgung, lebenslanges Lernen, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die Gleichstellung der Geschlechter genannt.

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Der Weltuntergang findet in Deutschland statt – oder: Regieren gegen die eigenen Interessen

Die „German Angst“ ist in der englischsprachigen Welt ein fester Ausdruck. Auch in Frankreich gehört „Angst“ als etwas spezifisch Deutsches zum politisch-psychologischen Wortschatz. Nicht, dass es in den beiden Sprachen kein Wort für Angst gäbe (fear, anxiety bzw. peur), aber für die deutsche Angst fehlt beiden Sprachgemeinschaften der Begriff, sie können sie nur mit dem Original bezeichnen.

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