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Beischlaf-Protokoll für Heiko Maas

Ich weiß nicht, ob es die neue Freundin ist, aber unser Justizminister hat anscheinend konsequent das Thema Sex für sich entdeckt. Mal will er uns Frauen und unsere sexuelle Würde schützen. Sie erinnern sich, wie er mit großem Enthusiasmus die Kampagne “Nein heißt nein“ unterstütze gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Was ja eine prima Sache ist, das Problem aber bis heute ja nicht die Gesetzeslage, sondern die Beweisbarkeit bleibt, wenn zwei Menschen unter vier Augen intim sind und man anschließend gerichtlich klären soll, ob Gewalt oder Nötigung im Spiel war.

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Spitzenvaeter24.de

„Spitzenväter“ – Die Auszeichnung wurde vor wenigen Tagen an zwei Väter aus Hannover und Köln verliehen für die großartige Leistung, sich um ihre Kinder zu kümmern und zu ermöglichen, dass ihre Ehefrauen beruflich erfolgreich sind. Der Preis wird seit Jahren von der Mestemacher-Gruppe, einer Großbäckerei, verliehen. Schirmherrin für den Preis, der die „Stärkung der Leistungs- und Wettbewerbskraft von Wirtschaft und Unternehmen“ und die „Erhöhung des Anteils von Zweiversorgerehen“ zum Ziel hat, ist gar Familienministerin Manuela Schwesig.

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Grandios gescheitert

Das deutsche Elterngeld bevorzugt Väter und benachteiligt Mütter. Diese bekommen im Schnitt nur gut 60 Prozent dessen, was Vätern ausbezahlt wird. Damit haben wir hier den größten „Gender-Pay-Gap“ des Landes. Während also von feministisch bewegter Seite immer wieder bemängelt wird, dass dieser Gap, die Vergütungslücke zwischen Mann und Frau, auf dem Arbeitsmarkt eine große Ungerechtigkeit sei, die unbedingt beseitigt werden muss, ist sie beim Elterngeld sogar staatlich vorprogrammiert.

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Die österreichische Wirtschaft ist weiblich – und doch fehlen Strukturen, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen

Hätten Sie es gedacht? Die österreichische Wirtschaft ist weiblich, rund 40% der Unternehmen sind in weiblicher Hand (2014). Österreichs Frauen sind sehr gut ausgebildet und stehen fest im Erwerbsleben: mit 71,1% liegt die Frauenerwerbsquote klar über dem EU-Durchschnitt, der bei 66% liegt (2013)[1] 65% der Unternehmerinnen haben Kinder und tragen noch immer den Löwenanteil in der Familien- und Hausarbeit. 27% halten diesen Part zwischen beiden Partner für ausgewogen, in nur 1% springen Eltern oder Schwiegereltern bei der Kinderbetreuung ein.

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It’s the family, stupid!

„Die Kita macht den Unterschied“ überschrieb der Tagesspiegel vergangene Woche seinen Bericht zu den alljährlichen Untersuchungen von 5-Jährigen, die seit 2005 nach der gleichen Methode auf ihre Schulfähigkeit hin überprüft werden. Ähnlich hohen Einfluss auf die Erfolgschancen von Kindern habe der soziale Status, das wird zwar erwähnt, dann heißt es jedoch weiter, die Berliner Kitas leisteten den „wichtigsten Beitrag für die Vorbereitung auf die schulische Laufbahn“ , Migrationshintergrund und Geschlecht träten als Einflussfaktoren weit dahinter zurück, wenn es darum ginge, Kinder auf die Schule vorzubereiten. Und dann wird noch der leitende Kinderarzt vom Gesundheitsamt, Matthias Brockstedt, zusammenfassend mit den Worten zitiert: „Jede Kita ist besser als keine“.

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