Was Schäuble wohl Kurz geraten haben mag…?

Nicht Migration und Balkanroute; nicht die FPÖ; ja nicht einmal der Brexit waren die wichtigen Themen beim Gespräch zwischen Sebastian Kurz und Angela Merkel am 17. Jänner in Berlin, das die beiden, wie uns betulich berichtet wurde, in Merkels Büro begannen und dann bei einem Mittagessen im achten Stock des Kanzleramts fortsetzten. Das eigentliche Thema war die Zukunft Europas nach dem Brexit.

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Verkleiden oder Bekleiden?

Daran hatten die Erfinder und Verfasser des AGVerG (Antigesichtsverhüllungsgesetz), im Volksmund Burka-Verbot, natürlich nicht gedacht: Dass zu Allerheiligen die Verkleidung zum Halloween-Treiben – einem völlig unsinnigen und überflüssigen Import aus den USA – häufig auch in einer Vermummung besteht. Wieder einmal musste daher die Polizei für den Hausgebrauch eine originäre Interpretation des Gesetzes schaffen: „Halloween gilt als Brauchtum, somit sind Verkleidungen jeglicher Art erlaubt.”

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Die Künstler und die Politik

Peter Turrini hat kürzlich in einem Interview mit Werner Krause gemeint, niemand kümmere sich heute mehr um die moralischen Appelle von Politikern oder Glaubensgemeinschaften; wer wolle denn noch auf den „erhobenen Zeigefinger schauen? Damit wird er schon recht haben. Nur sind es heute gerade die Künstler, die auf die penetranteste Weise mit dem erhobenen Zeigefinger herumgehen und die Leute belehren.

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© Azurfrog

Nous sommes Bruxelles

Kann eigentlich ein Terroranschlag stattfinden ohne dass danach die „Solidaritätsbekundungen“ aus aller Welt eintreffen? Was ist diese Solidarität, außer eine belanglose Redensart? Nach dem Attentat auf die satirische Zeitschrift Charlie Hebdo in Paris im Jänner 2015 ging das „Je suis Charlie“ um die Welt und stand auf unzähligen Transparenten bei Kundgebungen. In dem damaligen Fall bedeutete das „Ich bin Charlie“ noch dazu die Identifikation mit einem etwas dubiosen Produkt.

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