Verkleiden oder Bekleiden?

Daran hatten die Erfinder und Verfasser des AGVerG (Antigesichtsverhüllungsgesetz), im Volksmund Burka-Verbot, natürlich nicht gedacht: Dass zu Allerheiligen die Verkleidung zum Halloween-Treiben – einem völlig unsinnigen und überflüssigen Import aus den USA – häufig auch in einer Vermummung besteht. Wieder einmal musste daher die Polizei für den Hausgebrauch eine originäre Interpretation des Gesetzes schaffen: „Halloween gilt als Brauchtum, somit sind Verkleidungen jeglicher Art erlaubt.”

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Die Künstler und die Politik

Peter Turrini hat kürzlich in einem Interview mit Werner Krause gemeint, niemand kümmere sich heute mehr um die moralischen Appelle von Politikern oder Glaubensgemeinschaften; wer wolle denn noch auf den „erhobenen Zeigefinger schauen? Damit wird er schon recht haben. Nur sind es heute gerade die Künstler, die auf die penetranteste Weise mit dem erhobenen Zeigefinger herumgehen und die Leute belehren.

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© Azurfrog

Nous sommes Bruxelles

Kann eigentlich ein Terroranschlag stattfinden ohne dass danach die „Solidaritätsbekundungen“ aus aller Welt eintreffen? Was ist diese Solidarität, außer eine belanglose Redensart? Nach dem Attentat auf die satirische Zeitschrift Charlie Hebdo in Paris im Jänner 2015 ging das „Je suis Charlie“ um die Welt und stand auf unzähligen Transparenten bei Kundgebungen. In dem damaligen Fall bedeutete das „Ich bin Charlie“ noch dazu die Identifikation mit einem etwas dubiosen Produkt.

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© Meffo

Im Schlaraffenland

Es gibt Leute, die stellen sich die Wirtschaft als eine Art Wunderwelt vor, in der irgendwo irgendwer Geld verdient, das dann eigentlich nur irgendwie verteilt werden müsse – möglichst gleichmäßig selbstverständlich, denn nur das sei dann „gerecht“. Es sei ohnehin genug Geld auf der Welt vorhanden, es müsse nur richtig „umverteilt“ werden, schrieb einmal eine Leserin an die Kleine Zeitung.

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