Der Herausgeber des „Handelsblatt“ in Düsseldorf, Gabor Steingart, führt einen gar nicht privaten Krieg gegen den Spitzenkandidaten der SPD für die Bundestagswahl und designierten Parteivorsitzenden Martin Schulz. Er hält ihm vor, für eine Politik des Schuldenmachens zugunsten der EU zu sein. Als Präsident des Europäischen Parlaments habe er die deutschen Interessen in Brüssel verraten; er sei der klassische Umverteilungspolitiker sozialdemokratischen Zuschnitts und ein typischer Vertreter des politischen Establishments. Außerdem habe er zu wenig Erfahrung in der deutschen Innenpolitik. Bisher habe es noch keinen deutschen Bundeskanzler gegeben, der nicht vorher Bürgermeister einer Großstadt gewesen sei, Regierungschef eines Bundeslandes oder Minister in der Bundesregierung.
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Dealmaking mit Donald Trump
Es hat etwas rührend Hilfloses, wenn Angela Merkel Donald Trump zu einem „respektvollen Umgang“ auffordert. Wieso sollte jemand, der Hillary Clinton im Wahlkampf verhöhnt und mit gerichtlichen Klagen bedroht hat, vor Merkel oder anderen europäischen Politikern mehr Respekt haben?
völlständig lesenDie Künstler und die Politik
Peter Turrini hat kürzlich in einem Interview mit Werner Krause gemeint, niemand kümmere sich heute mehr um die moralischen Appelle von Politikern oder Glaubensgemeinschaften; wer wolle denn noch auf den „erhobenen Zeigefinger schauen? Damit wird er schon recht haben. Nur sind es heute gerade die Künstler, die auf die penetranteste Weise mit dem erhobenen Zeigefinger herumgehen und die Leute belehren.
völlständig lesenGeboren 1378, in Österreich 50.000 Euro erschlichen
In den Zeitungen kam die Sache als relativ unauffällige Meldung daher: Drei Asylwerber „sollen Sozialleistungen erschlichen haben: Verurteilt“. Na gut, denkt man sich, ist nicht schön, kommt eben vor. Wenn man dann aber die Details liest, sträuben sich einem die Haare: Über das Maß an krimineller Unverschämtheit und über das Maß an Unachtsamkeit der Behörden und Verharmlosung durch Gerichte.
völlständig lesenEin Tabu des Sozialstaats fällt
„Es gibt in Europa ein Recht auf Zuwanderung in Arbeit, aber kein Recht auf Zuwanderung in Sozialsysteme ohne Arbeit.“ Wem ein solcher Satz einfällt, der kann nur ein deutscher Afd-Politiker oder ein „ausländerfeindlicher“ FPÖ-Bürgermeister aus Oberösterreich sein – möchte man meinen. Gesagt hat ihn aber der Vorsitzende und mögliche nächste Kanzlerkandidat der deutschen Sozialdemokraten, Sigmar Gabriel. „Wenn ein Kind nicht bei uns lebt, sondern in seinem Heimatland, dann sollte auch das Kindergeld auf dem Niveau des Heimatlandes ausgezahlt werden“, meinte der Wirtschaftsminister und Vizekanzler.
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