© Sabine Klimpt

Mindestlohn killt Jobs und vereitelt Chancen für Flüchtlinge

Das deutsche Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung wartet mit neuen – wenig überraschenden – Erkenntnissen  auf: der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland hat in etwa 60.000 Arbeitsplätze gekostet, weil viele Betriebe von der Schaffung neuer Arbeitsplätze abgesehen haben. Und das in Deutschland, das wirtschaftlich wesentlich besser dasteht, als Österreich. Der gesetzliche Mindestlohn hat eine Höhe, die sich am freien Markt einfach nicht bilden würde.

PYRRHUSSIEG FÜR DIE ARBEITNEHMER

In unserem Land wird der Mindestlohn zwar für die einzelnen Branchen durch die Sozialpartner ausgehandelt, aber die Erkenntnis muss dieselbe sein: Wenn Unternehmen durch die hohe Steuer- und Abgabenlast und die teils lähmende Bürokratie ohnehin mit der Wettbewerbsfähigkeit kämpfen, und dann noch (die es sicher gut meinenden) Sozialisten kommen und immer mehr Zugeständnisse von den Arbeitgebern verlangen, wird eben nicht mehr investiert. Damit erreichen die roten Verhandler also nur einen Pyrrhussieg für die Arbeitnehmer.

Der Mindestlohn ist eine Eintrittshürde in den Arbeitsmarkt. Richtigerweise gelten Ausnahmen für Langzeitarbeitslose, genauso muss es Ausnahmen für die jetzt zu integrierenden Flüchtlinge geben. Mittlerweile weiß man, dass es doch nicht so viele Herzchirurgen und Architekten sind, wie zu Beginn der Willkommenskultur von so manchem behauptet wurde, sondern, dass es – im Gegenteil – viele Jahre dauern wird, bis die jetzt hier lebenden Araber und Afrikaner am österreichischen Arbeitsmarkt einigermaßen einsatzfähig sind. Einsatzwillig sind viele von ihnen sicher schon früher, somit muss man den Zugang erleichtern und keine Hürden durch einen Mindestlohn aufbauen. Wie weit Frau Merkel mit ihrem „Wir schaffen das“ vorausgedacht hat, möglicherweise bis zum Lohndumping, sei dahingestellt…

MAN SIEHT GANZ LEICHT, WO MAN ÜBERALL HAND ANLEGEN KÖNNTE.

Die berechtige Sorge unqualifizierter Österreicher, nun eine Konkurrenz bekommen zu haben, muss man ernst nehmen. Aber wer schon mal hier ist, muss auch was Sinnvolles tun und wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, sieht man ganz leicht, wo man überall Hand anlegen könnte. Es mangelt also weniger an der Möglichkeit sich sinnvoll zu betätigen, sondern eher am vorhandenen Budget, um das alles zu finanzieren.