© Sabine Klimpt

Serie – Die WUT Unternehmer, die einfach nur arbeiten wollen…

Bei der letzten Verleihung zum „großen Kommerzialrat“ im Bundeskanzleramt lernte ich einen der Geehrten kennen: Herrn Christian Fürst. Er ist Eigentümer einer erfolgreichen Bäckerei in Niederösterreich, die schon 1950 von seinen Eltern gegründet wurde. 1985 hat Herr Fürst übernommen, gründete 2003 eine GmbH und installierte seinen tüchtigen Sohn als Geschäftsführer. Insgesamt hat die Bäckerei 55 Mitarbeiter und 7 Filialen.

Ich stellte mich ihm und seiner Familie als Kämpferin für die Steuerzahler und Leistungsträger unseres Landes vor und ersuchte um einen Interview-Termin für meinen Blog, um über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserem Land zu sprechen.

NACH EINIGER ZEIT BEKAM ICH EIN ERFREULICHES ANTWORTSCHREIBEN:

Nicht nur er selbst, sondern sieben weitere Unternehmer und ein Manager würden sich die Zeit nehmen, mir zu erzählen, was sich alles im nicht-geschützen Bereich abspielt und wie es einem halt so geht als Unternehmer.

Also fuhr ich nach Niederösterreich und stellte mich auf einen interessanten Nachmittag ein. Nach einigen einleitenden Sätzen ging es in medias res und bald schlackerten mir vor lauter abenteuerlicher Geschichten die Ohren, womit sich kleine und mittelständische Unternehmen zeitaufwendigst beschäftigen müssen, anstatt mit ihrer eigentlichen Arbeit.

EINFACH NUR MEHR FREIHEIT, DAFÜR ABER WENIGER REGULIERUNGEN, WENIGER PAPIERKRAM, WENIGER ABSURDITÄTEN.

Die überbordende Bürokratie, die gnadenlos im nicht geschützten Bereich zuschlägt, scheint die allergrößte Herausforderung zu sein. Allerdings hat jeder Akt eines ambitionierten Beamten auch immer eine gesetzliche Grundlage, also ist klarerweise die Politik gefragt, hier aktiv zu werden und Gesetze wie Vorschriften zu entrümpeln. Die Mehrzahl der Unternehmer braucht keine staatlichen Förderungen, sie wünschen sich, dass man sie einfach nur arbeiten lässt. Einfach nur mehr Freiheit, dafür aber weniger Regulierungen, weniger Papierkram, weniger Absurditäten.

Außerdem fühlen sich seit der Steuerreform viele Unternehmer unfairerweise als Gauner betrachtet, anstatt als fleißige Unternehmer, die Wertschöpfung in unserem Land und Arbeitsplätze schaffen.

ICH FREUE MICH DARAUF, IN NÄCHSTER ZEIT EINIGE DIESER ERZÄHLUNGEN MIT IHNEN ZU TEILEN, UM AUFZUZEIGEN, DASS WIR DRINGEND EIN UMDENKEN BRAUCHEN:

Leistung muss wieder anerkannt werden. Die Bürokratie muss zurückgefahren werden und die Ungleichbehandlung des geschützten und des nicht-geschützten Bereiches muss sich aufhören.

Dann wäre das viel bejammerte Stimmungstief mit Sicherheit rasch beendet und die vielen tüchtigen KMU in unserem Land würden wieder voll motiviert durchstarten. Und was brauchen wir in Zeiten der Rekordarbeitslosigkeit dringender?