Copyright: ÖVP, Fotograf: Jakob Glaser

Kurz, die Kindergärten und das Mittelmeer

Darf ein Politiker über ein Problem reden, für das er zwar auch, aber nicht allein zuständig ist? Darf er Missstände als solche bezeichnen, ohne sofort Abhilfe schaffen zu können? Darf er Vorschläge machen, die er nicht allein und nicht sofort verwirklichen kann? Darf er mögliche Lösungen offerieren, ohne gleich alle Details parat zu haben? Darf er nach einer Zeitlang daran erinnern, dass es das Problem immer noch gibt?

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Sprache: globaler Schlüssel und lokale Identität

Wessen Dialekt nebenan nicht verstanden wird, neigt dazu, sein Dorf oder Viertel nicht zu verlassen. Meinen alten türkischen Freund konnte ich vor langer Zeit davor bewahren, abgeschoben zu werden. In den damaligen Verhältnissen wäre er als angeblicher Kommunist im Gefängnis gelandet. So blieb er, heiratete, seine Kinder sind erwachsen – und Hakki ist ein angesehener Arzt. Als wir uns das letzte mal sahen, sagte er, Fritz, ich spreche immer schlechter Deutsch, weil die Patienten mit den Jahren ständig mehr wurden, die medizinische Fragen nur türkisch verstehen und beantworten können.

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© Kerstin Pukall

It’s the family, stupid!

„Die Kita macht den Unterschied“ überschrieb der Tagesspiegel vergangene Woche seinen Bericht zu den alljährlichen Untersuchungen von 5-Jährigen, die seit 2005 nach der gleichen Methode auf ihre Schulfähigkeit hin überprüft werden. Ähnlich hohen Einfluss auf die Erfolgschancen von Kindern habe der soziale Status, das wird zwar erwähnt, dann heißt es jedoch weiter, die Berliner Kitas leisteten den „wichtigsten Beitrag für die Vorbereitung auf die schulische Laufbahn“ , Migrationshintergrund und Geschlecht träten als Einflussfaktoren weit dahinter zurück, wenn es darum ginge, Kinder auf die Schule vorzubereiten. Und dann wird noch der leitende Kinderarzt vom Gesundheitsamt, Matthias Brockstedt, zusammenfassend mit den Worten zitiert: „Jede Kita ist besser als keine“.

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